- Was ist Schuldumkehr?
- Wie funktioniert Blameshifting?
- Beispiele für Blameshifting in toxischen Beziehungen
- Warum funktioniert Blameshifting so gut?
- Wie kannst du Schuldumkehr erkennen?
- Wie kannst du Schuldumkehr stoppen?
- Fazit: Blameshifting ist eine perfide Manipulationstaktik
Was ist Schuldumkehr?
Schuldumkehr, engl. „Blameshifting“, ist eine manipulative Taktik, bei der eine Person die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten oder ihre Fehler auf andere abwälzt. Statt sich für ihr Handeln zu entschuldigen oder Konsequenzen zu übernehmen, lenkt sie den Fokus auf die betroffene Person oder eine andere äußere Ursache.
Wie funktioniert Blameshifting?
Eine Person mit narzisstischem Persönlichkeitsstil kann Blameshifting einsetzen, um sich selbst als unschuldig darzustellen und andere zu verunsichern. Dies geschieht oft durch:
- Ablenkung vom eigentlichen Problem: Der Fokus wird bewusst auf ein anderes Thema gelenkt.
- Umkehr der Schuld: Die betroffene Person wird für die Situation verantwortlich gemacht.
- Projektion: Die manipulierende Person schreibt dem Gegenüber ihre eigenen negativen Eigenschaften oder Absichten zu.
- Gaslighting: Durch Leugnen, Verzerren oder Neuschreiben von Ereignissen wird das Gegenüber in seinem Realitätsempfinden verunsichert.
Beispiele für Blameshifting in toxischen Beziehungen
1. Untreue
- Situation: Die narzisstische Person wurde beim Fremdgehen erwischt.
- Blameshifting: „Wenn du mir mehr Aufmerksamkeit schenken würdest, müsste ich mir die nicht woanders holen!“
- Ergebnis: Die betroffene Person fühlt sich schuldig, obwohl sie betrogen wurde.
2. Wutausbrüche
- Situation: Die narzisstische Person schreit ihr Gegenüber an.
- Blameshifting: „Du bringst mich halt immer auf die Palme! Hättest du das nicht gesagt, wäre ich nicht ausgerastet.“
- Ergebnis: Das Opfer übernimmt die Verantwortung für das Verhalten der narzisstischen Person.
3. Lügen und Manipulation
- Situation: Die betroffene Person entdeckt eine Lüge.
- Blameshifting: „Wenn du mir vertrauen würdest, müsstest du nicht ständig rumschnüffeln!“
- Ergebnis: Der Fokus liegt auf dem „Schnüffeln“ statt auf der eigentlichen Lüge.
4. Ignorieren oder Silent Treatment
- Situation: Die narzisstische Person zieht sich ohne Erklärung zurück.
- Blameshifting: „Ich brauche halt mal Ruhe, weil du immer Stress machst!“
- Ergebnis: Die betroffene Person fühlt sich für die Distanzierung verantwortlich.
Warum funktioniert Blameshifting so gut?
Viele Menschen fallen auf Blameshifting herein, weil sie empathisch sind und dazu neigen, die Schuld erst einmal bei sich selbst zu suchen. Besonders Betroffene in toxischen Beziehungen haben oft ein geringes Selbstwertgefühl oder wurden durch Gaslighting bereits so verunsichert, dass sie sich selbst hinterfragen.
Psychologische Effekte:
- Schuldgefühle → Die betroffene Person fühlt sich verpflichtet, sich zu ändern.
- Ablenkung → Der eigentliche Täter wird nicht zur Verantwortung gezogen.
- Selbstzweifel → Die betroffene Person hinterfragt sich selbst statt das toxische Verhalten.
Wie kannst du Schuldumkehr erkennen?
- Du hast das Gefühl, dich ständig rechtfertigen zu müssen.
- Dein Bauchgefühl sagt dir, dass etwas nicht stimmt.
- Die Diskussion dreht sich immer um deine Fehler, nie um die der anderen Person.
- Du wirst für Dinge verantwortlich gemacht, die du nicht getan hast.
Wie kannst du Schuldumkehr stoppen?
- Bleib bei den Fakten: Lass dich nicht auf Ablenkungen ein.
- Setze klare Grenzen: „Das ist nicht mein Fehler. Ich übernehme keine Verantwortung für dein Verhalten.“
- Lass dich nicht in die Defensive drängen: Reagiere nicht auf emotionale Manipulation.
- Dokumentiere das Verhalten: Besonders hilfreich, unabhängig davon, ob du überlegst, dich zu trennen oder nicht.
- Vermeide Rechtfertigungen: „Ich sehe, dass du mich für dein Verhalten verantwortlich machen willst, aber ich übernehme diese Schuld nicht.“
Fazit: Blameshifting ist eine perfide Manipulationstaktik
Blameshifting dient dazu, Verantwortung zu vermeiden, das Gegenüber zu verwirren und in eine Verteidigungsposition zu drängen. Wer das erkennt, kann sich bewusst abgrenzen und sich davor schützen. Wichtig ist, sich nicht in die Schuldzuweisung hineinziehen zu lassen – du bist nicht für das Verhalten einer anderen Person verantwortlich.
Fühlst du dich in deiner aktuellen Situation überwältigt?
Manchmal gibt es Momente, in denen alles zu viel wird – die ständige Manipulation, die Verwirrung und der emotionale Schmerz.
Genau dafür habe ich meinen Erste-Hilfe-Kasten nach toxischer Beziehung entwickelt.
Er ist dein Begleiter in den schwersten Phasen – jederzeit abrufbar, klar strukturiert und direkt in deinem Tempo umsetzbar.
Was erwartet dich?
- Einen klaren Überblick über deine Situation, damit du verstehst, was gerade passiert.
- Neue Perspektiven und Einsichten, die dir helfen, das Erlebte einzuordnen.
- Konkrete Schritte, mit denen du wieder handlungsfähig wirst und Kontrolle zurückgewinnst.
- Sprachnachrichten und Audios, die dich auffangen wie eine beste Freundin, wenn es am schwierigsten ist.
- Werkzeuge und Strategien, um Rückfälle, Schuldgefühle und das ständige Gedankenkarussell zu durchbrechen.
Du musst das nicht allein durchstehen.
Hol dir die Unterstützung, die du jetzt brauchst – mit meinem Erste-Hilfe-Kasten nach toxischer Beziehung.


Hinterlasse einen Kommentar